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Immer wieder hört man die Worte Inflation, Geldwertverlust, Instabilität. Doch diese könnten bald der Vergangenheit angehören. In Hamburg wurde nämlich ein Computer so umgewandelt, dass er sogenannte Bitcoins erstellt, die die Währung der Zukunft darstellen könnten. Schon heute kann man mit dieser digitalen Währung beispielsweise DVDs oder Handys erwerben oder auf speziell erstellten Websites in spannenden Spielen um sie pokern.
Und um die Bitcoins in echtes Geld umzutauschen, gibt es diverse Plattformen, die dies zu ständig aktuellen Wechselkursen durchführen – und diese Wechselkurse steigen!
Anonym und sicher handeln
Die digitale Währung wird als sogenanntes “Hackergeld” bezeichnet. Geboren wurde die Idee für eine solche Währung aus der “Open Source Bewegung” und mit den Mitteln der Kryptographie verschlüsselt. Alle Computer, die an das Bitcoin System angeschlossen sind, errechnen Zeichenfolgen, die unter bestimmten mathematischen Bedingungen erstellt wurden und die verschlüsselt sind. Diese Zeichenfolgen bilden das Geld. Der Clou dabei: die Computer sind anonym und können nicht rückverfolgt werden und die Bitcoins sind absolut fälschungssicher und gelten als unendlich teilbar.
Betrachtet man die Zahlenfolge eines einzigen Bitcoin, kann man seine Geschichte nachvollziehen, denn bei jeder Übertragung von Besitzer zu Besitzer wird diese zu einem neuen Teil der Folge. So ist eine fälschungssichere Währung für die Zukunft erstellt, denn durch diesen speziellen Code kann eine Kopie oder Fälschung der Coins ausgeschlossen werden. Sollten Ungenauigkeiten oder Ungereimtheiten auftreten, bleiben Überweisungen unverifiziert. Gegenwärtig ist für diesen Vorgang eine enorme Rechenleistung möglich.
Für viele Menschen ist erfundene System zur digitalen Gelderzeugung unverständlich, doch Experten und Hobbycomputerfreaks versuchen seit der Erstellung Schwachstellen im System zu entdecken. Bisher gilt es als absolut sicher!
Die Währung der Zukunft oder eine Gefahr für die Menschheit?
Kritiker bemerken, dass das digitale Zahlungsmittel eine enorme Macht aufweisen könnte. Es bestehe die Möglichkeit Regierungen zu stürzen, unkontrollierbare weltweite Märkte für gestohlene Güter zu schaffen und ganze Wirtschaftssysteme zu destabilisieren.
Doch sollte man auch die enormen Vorteile der Bitcoins betrachten, die diese “Währung” zu einem Zahlungsmittel der Zukunft wachsen lassen könnte:
Die Währung ist komplett unabhängig von Zentralbanken und anderen Mechanismen, dezentral und ein unangreifbares System ohne bisher entdeckte Schwachstellen. Es ist für seine Nutzer kinderleicht in minutenschnelle verfügbar, schnell und einfach zugänglich. So wie jeder E-Mails schreiben und versenden kann, so kann auch jeder die Währung der Zukunft, die Bitcoins, nutzen. Das Netzwerk ist für jeden kostenlos zugänglich und wird nahezu rund um die Uhr automatisch gegen Betrug geprüft.
Die starke Verschlüsselungstaktik und die anonyme Durchführung von Geschäften macht die Zahlung mit Bitcoin zu einer sicheren Methode. Überweisungen werden sekundenschnell durchgeführt, und durch das Netzwerk in nur kurzer Zeit überprüft und verifiziert.
Das stärkste Zahlungsmittel – Bitcoins, stark in die Zukunft
Mit Hilfe der durchdachten Peer-to-Peer-Technik sind Serverausfälle und andere Fehler im Bitcoin-Netzwerk ausgeschlossen. Eine Selbstheilung hält das System aufrecht und ermöglicht ein ständig funktionierendes System.
Die neue Technologie wurde so gestaltet, dass eine Inflationsgefahr ausgeschlossen ist. Ein gerechter Gelderzeugungsmechanismus mit einer festgelegten Rate, bei der alle 10 Minuten rund 50 Bitcoins erstellt werden, sorgt hierfür. Insgesamt wird es in der Zukunft nicht mehr als 21 Millionen Coins geben. Sollte es zu einer enormen Wertsteigerung der Coins kommen, kann eine Stückelung bis die achte Nachkommastelle erreicht ist, durchgeführt werden.
Außerdem ist ein starker Vorteil der Coins, das sie nur in limitierter Auflage erzeugt werden. So kann man sie mit Ressourcen wir Edelmetallen vergleichen. Sie sind also nicht beliebig vermehrbar wie ganz normales Münzgeld.
Liegt die Notwendigkeit einer neuen Währung auf der Hand?
Es gibt zwei Vorkommnisse, die das Denken an eine neue, digitale Währung bestärkt haben:
Auf der einen Seite kann man hier die Banken- und Finanzkrise anführen. Man sieht, wie schnell das Geld an Wert verlieren kann, wie anfällig die globalen Systeme auf Zwischenereignisse sind, wie schnell sie scheitern können.
Außerdem der Fall WikiLeaks, bei dem PayPal, MasterCard oder Visa versuchten, der Enthüllungsplattform Geld vorzuenthalten und den Geldhahn zuzudrehen.
Als Molecular von diesem neuen Bitcoin-System erfahren hat, war die Begeisterung groß. Sofort wurde das Projekt unterstützt und in die Realität umgesetzt.
Dabei wurde darauf geachtet, dass nicht jeder Computer auch Bitcoins errechnen kann, denn je mehr Coins erstellt wurden, desto höher muss die Rechenleistung der Computer sein. Wer nicht die nötige Hardware besitzt, sollte sich lieber Coins kaufen als sie ausrechnen zu lassen.
Im gegenwärtigen Zustand werden 50 Bitcoins pro Zeiteinheit errechnet. In der Zukunft wird sich diese Rate alle vier Jahre halbieren. So wird der Markt nicht mit der Währung überschwemmt und eine Inflation wird verhindert.
Um das komplexe System mit den starken Mining-Rechner aufrecht zu erhalten, wird Minern für jeden Coin-Block eine Gebühr auferlegt, die steigen soll. Mit dieser Methode wird das erstellen der Coins weiter eingedämmt bis zu einer Obergrenze.
Ein wasserdichtes System für die Zukunft
Wird alles so verlaufen, wie geplant, gibt es nach der Erstellung der Coins eine Art Deflation, was heißt, dass jede Münze im Wert steigen soll. Dies ist jedoch kein Problem, denn eine Teilung wird möglich sein. Sollte hierbei die achte Nachkommastelle als Grenze nicht genügen, können die Entwickler in der Netzwerk-Software die Stelle nach hinten verschieben.
Die Entwickler der Coins sind davon überzeugt, dass das System Hackern und Fälschungsattacken stand hält. Nur sollten sich darüber Gedanken gemacht werden, wie man bei einem Festplattencrash dem Coinverlust vorbeugen kann. Doch dies gehört zu den geringsten Problemen des Netzwerks.
Globale Folgen möglich
Folge der Akzeptanz der Coins als Währung wäre, dass das Geld global verschoben werden könnte – kostenlos, anonym, nicht nachverfolgbar. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, illegale Güter und Dienstleistungen zu finanzieren. Vor allem für Drogenhändler und Terroristen wäre diese neue Währung wie ein Segen.
Molecular bezeichnet diesen Umstand als einzige Kehrseite der Medaille. Für ihn sei dies aber notwendig, wenn man eine komplett freie und unabhängige Währung erschaffen möchte. Außerdem gäbe es heute schon anonyme Zahlungsvorgänge, die Verbrechern einen Geldtransfer ermöglichten.
Vor allem für Geheimdienste wird die neue Währung interessant. Laut des Bitcoin-Entwicklerteams sei eine Konferenz mit der CIA geplant.
Ob die Bitcoins in Zukunft Einzug in unsere globalisierte Welt halten werden, bleibt spannend. Sicher ist jedoch, dass hart daran gearbeitet wird.
Eine gute Informationsquelle, für alle die sich näher mit dem Thema Bitcoins befassen möchten, ist mit Sicherheit got-bitcoin.com
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